: LETZTE BRIEFE

Handschriftzeichnungen
Tinte, Tusche, Rötel, Farbstift
Gerahmt 35 x 35 cm
Entstehungszeit: Sommer 2009

Thema der Arbeiten ist die Schrift
die die Frage nach ihrem ureigenen Wesen, ihren fundamentalen Bedingungen und strukturierenden Voraussetzungen,
ihr grafisches Erscheinungsbild, ihre zeitliche Dimension und Tradition und ihre Materialität, ihr Oszilieren zwischen Oberfläche und Tiefe, Aufscheinen und Verschwinden, das Überdauern des Schriftkörpers beim gleichzeitigen Verlust des Kontextes: die Schrift wird unlesbar.

Wir sind umgeben von Schrift. Über ihre Qualität und Erscheinung denken wir nur selten nach. Als existiere die Schrift nur als Mittel zum Zweck. Dabei ist auch Schrift Information. Selbst Schreiben ohne Text. Strich als hermetischer Rohstoff. Es entstehen reine Sehtexte

Baut die Schrift logisch auf der Sprache auf?

Diese Zeichnungen sind Seismogramme der Denklandschaft. In ihnen werden Erinnerungsgeschehen dargestellt und aufgezeichnet, Zeichen, die korrigiert, überschrieben oder ausgelöscht werden, die absinken, wieder auftauchen, sich überlagern

  • Blocks : 1, 2 und 3
    Handschriftzeichnungen
    Entstehungszeit : 2015